Glossar

-born, -bronn, -brunn

Die Trennung von Brunnen und Quelle war in früheren Zeiten nicht eindeutig, was noch in Ortsnamen und Dialekten erkennbar ist. Demnach meinen Bezeichnungen „Brunn“, „Bronn" und "Born" u.a. in Ortsnamen häufig natürliche Quellen, die zur Trinkwassernutzung gefasst wurden. Die Fassung erfolgte dabei nächst ausschließlich offen in Form eines Dorfbrunnens bis später dann geschlossene Brunnenstuben errichtet wurden.

Abbau

Der Abbau bezeichnet einen physikalischen, chemischen oder auch biochemischen Vorgang, bei dem die organischen Inhaltsstoffe von Abwasser zerlegt werden. Dies kann unter Verbrauch von Sauerstoff (aerober Abbau) und unter Abwesenheit von Sauerstoff (anaerober Abbau) stattfinden.

Abfluss

Der Abfluss bezeichnet im Allgemeinen das sich unter dem Einfluss der Schwerkraft ober- sowie unterirdisch fließende Wasser.

Abrasion

Küstenerosion: Fortschreitende Veränderung der Meeresküsten aufgrund von Erosion durch Wasser (Gezeiten, Wellen, Regen), Wind, Temperaturschwankungen, Erdbeben etc.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Küstenerosion

Abschliff

Vorgang der Abtragung durch Reibung oder die Auswirkung eines solchen Vorganges verbunden mit der Bewegung von Feststoffen in Fließgewässern, im Meer, in Eis oder durch Wind.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0003DE.HTM

Absedimentieren

Unter Absedimentieren wird das gravitative Absinken von Feststoffpartikeln in einer Flüssigkeit oder einem Gas und deren Ablagerung auf dem Untergrund verstanden. Das Absedimentieren, das Sedimentieren oder die Sedimentation ist die Grundlage für die Bildung von Sedimenten. Die Wasserdurchlässigkeit dieser Sedimentschichten ist eine wesentliche Größe des unterirdischen Wasserflusses.


https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/a/absedimentieren.html

Absteigende Quelle

Der Druck an der Grundwasseraustrittsstelle ist dem atmosphärischen gleich. Das Grundwasser bewegt sich, dem natürlichen Gefälle folgend, zu tiefergelegenen Austrittsstellen.

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

Abwasser

Oberbegriff für durch häuslichen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch verändertes oder von bebauten oder befestigten Flächen gesammelt abfließendes Wasser (Schmutz-/Niederschlagswasser).

https://dejure.org/gesetze/WHG/54.html

Abwasserentsorgung in Karstgebieten

Eine hydrologische Besonderheit von Karstgebieten ist ihr fehlendes Oberflächenwasser. Viele Kläranlagen auch in Deutschland entwässern ihre geklärten Abwässer direkt in Karstklüfte und -spalten. Eine Vorflut, in die sie die Abwässer leiten können, gibt es nicht. Im Fall der Laichinger Kläranlage beispielsweise sind es sehr aufnahmefähige Karstspalten mit Schluckleistungen von über 190 Liter pro Sekunde.

Für die regionalen Karstwässer stellen solche Kläranlagen aber eine große Gefahr dar. Liegen sie im hydrologischen Einzugsgebiet von Karstquellen, sind diese aus wasserwirtschaftlichen Gesichtspunkten in der Regel nicht vor Verunreinigungen schützbar und als nachhaltige Trinkwasserressource nicht zu verwenden.

 

So etwa weist die Goldlochquelle im Hochwasserfall eine ausgeprägte Abwassersignatur auf. Im hydrologischen Einzugsgebiet der Quelle versickerndes Abwasser gelangt nahezu ungefiltert in das Karstwasser und wird an der Quelle ausgetragen. Unterirdische Fließgeschwindigkeiten von über 130 Meter pro Stunde sind keine Seltenheit. Diese Geschwindigkeiten werden auch in der Südlichen Frankenalb erreicht. Bei Untersuchungen im Seichten Karst der Südlichen Frankenalb konnten sogar Driftgeschwindigkeiten bis zu 625 Meter pro Stunde nachgewiesen werden.

Ob Kläranlagen tatsächlich im Einzugsgebiet von Quellen liegen oder nicht, lässt sich im Einzelfall oft nicht sicher bestimmen: der unterirdische Verlauf von Wasser durch Höhlen und Spalten des Karsts, in verschiedenen Schichten von Gesteinen und Ablagerungen, in verschiedener Tiefe ist außerordentlich komplex. Die unterirdische Bewegung des Wassers kann deshalb nur in Ansätzen, nicht jedoch im Detail geklärt werden.

Ache

Süddeutsche Bezeichnung eines Fliessgewässers in der Größenordnung von Bächen und Flüssen (Norddeutsch: Au).

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Fließgewässer#Einteilung_nach_Größe_und_weiteren_Kriterien

Adhäsionswasser

Durch molekulare Anziehung im Boden gehaltenes Wasser, das einen Film um die festen Bodenteilchen bildet. Zusammen mit dem Kapillarwasser ergibt es das Haftwasser.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0023DE.HTM

Aerobie

Leben, das elementaren Sauerstoff benötigt.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Aerobie

Akratopege

Quellen, deren Temperatur der mittleren örtlichen Jahrestemperatur entspricht. In Mitteleuropa liegt die Temperatur dann etwa bei 6 bis 10 °C, in tropischen Gebieten bei 20 bis 25 °C.

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/q/quelle-heisse.html

Alge

Sammelbegriff vieler im Wasser lebender und Photosynthese treibender Lebewesen. Der Formenreichtum der Algen reicht vom mikroskopisch kleinen Einzeller (z.B. Kieselalge) bis zum Riesentang mit 60 Metern Länge. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen bilden Algen keine echten Gewebe aus. „Wurzel“, „Sprossachse“ und „Blatt“ der Braunalgen sind lediglich analoge Bildungen zu den jeweiligen Strukturen der Blütenpflanzen.

Algenblüte

Bei einer Algenblüte handelt es sich um eine plötzliche und massenhafte Vermehrung von Algen in einem Gewässer.  Auch wenn Algen durch photosynthetische Aktivität Sauerstoff produzieren, kommt es bei einer Algenblüte zu einer Sauerstoffverarmung. Zum einen durch die Verringerung der Lichtdurchlässigkeit des Gewässers und zum anderen da der Abbau des organischen Algenmaterials große Mengen an Sauerstoff verbraucht. Nicht selten hat eine Algenblüte deshalb auch ein Fischsterben zur Folge. Handelt es sich bei der Algenart um eine giftige, können betroffene Gewässer auch für Menschen gefährlich werden. Nicht selten führt der Kontakt mit den Algentoxinen zu Hautreizungen und Vergiftungserscheinungen. 

Durch den steigenden Phosphateintrag in das Gewässer auf Grund landwirtschaftlicher Düngung und einer zunehmenden Luftverunreinigung lässt sich das Phänomen der Algenblüte immer häufiger beobachten. Nicht selten sind heut zu Tage Gewässer betroffen, die unter natürlicheren Umständen eine Algenblüte nicht begünstigen.

 

 

 Blaualgenblüte im Ilzstausee, Oberilzmühle (Susanne Bjarsch, September 2020)

Alkalische Quelle

Alkalische Quellen enthalten eine größere Menge von kohlensauren Alkalien, besonders von kohlensaurem Natron; wenn sie kalt sind, zeigen sie meist reichlichen Kohlensäuregehalt und heißen dann "alkalische Sauerlinge". Unter alkalisch-muriatischen Quellen versteht man solche, die nebenher Kochsalz enthalten, unter alkalisch-salinischen oder -sulfatischen solche mit Glaubersalzgehalt. Alle die alkalischen Wasser kommen ganz vorzugsweise als Trinkquellen in Betracht.

Alkalisches Glaubersalzwasser

Bei Glaubersalz handelt es sich um ein Decahydrat des Natriumsulfats. In der Natur kommt es in Meerwasser, in salzigen Seen sowie in mineralischen Quellen meist aber mit einem sehr geringen Gesamtanteil vor. In der Medizin wird es häufig als salinisches Abführmittel eingesetzt. Der Geschmack von Glaubersalzwasser ist ausgesprochen bitter.

Alluvium

Ton, Schluff, Sand, Kies, Geröll oder anderes detritisches Material, das vom Wasser abgelagert wurde.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0043DE.HTM

Alpensalamander

Der Alpensalamander (Salamandra atra) ist eine schwarz gefärbte, landlebende Art der Schwanzlurche.

 

https://bilderreich.de/1213/steckbrief-alpensalamander-salamandra-atra.html

Alpine Quelle

Quelle im alpinen Raum.

Anaerobie

Die Anaerobie bezeichnet die Lebensform ohne Sauerstoff. Organismen, welche anaerob leben, verwenden für ihren Stoffwechsel keinen Sauerstoff. Dieser kann für betroffene Lebensarten sogar tödlich sein. Das Gegenteil stellt die aerobe Atmung dar. Hier ist Sauerstoff für den Stoffwechsel essentiell. Zu den aeroben Lebensformen zählen unter anderem auch die Säugetiere.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Anaerobie

Anhydrid

Häufig vorkommendes gesteinsbildendes Mineral aus der Klasse der Sulfate. Chemisch gesehen entspricht es dem Calciumsulfat [CaSO4].

Anion

Als Anion wird ein elektrisch negativ geladenes Ion bezeichnet. Hierzu gehören beispielsweise Chlorid-, Fluorid-, Hygrogencarbonat- und Sulfat-Ionen.

Anmoor

Als Anmoor oder anmoorige Böden werden Mineralböden bezeichnet, die aufgrund von Wasserüberschuss und Sauerstoffarmut einen hohen Anteil an organischer Masse (15 bis 30 Masse-% organischer Substanz) im 1–4 dm mächtigen Aa-Horizont (nach KA5) besitzen. Der Begriff 'anmoorig' beschreibt ein pedogenetisches Horizontmerkmal des Oberbodens.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Anmoor

Anomalien des Wassers

Wasser ist keine gewöhnliche Substanz. Es verhält sich ganz anders in fast allen seiner Eigenschaften im Gegensatz zu anderen Flüssigkeiten. Es gibt mehr als 70 solche Anomalien! Einige von ihnen sind es, die das Leben auf der Erde erst ermöglichen. Die bekannteste Anomalie ist die sogenannte „Dichte Anomalie“. Eis hat eine geringere Dichte als Wasser und Wasser wird dichter zwischen 0 °C und 4 °C wenn es sich erwärmt. Eine andere merkwürdige Eigenschaft betrifft seine Kompressibilität. Wasser wird bei steigender Temperatur von 0 °C bis ca. 60 °C weniger kompressibel. Noch erstaunlicher sind die sehr hohen Gefrier- und Siedepunkte. Wäre Wasser eine normale Flüssigkeit, dann wäre der Siedepunkt bei ca. -100 °C. Dies ermöglicht, dass Wasser die einzige Substanz ist, das in den drei Aggregatzuständen, gasförmig, flüssig und fest, natürlich auf der Erde vorkommt. Nicht weniger wichtig sind die sehr hohe Oberflächenspannung (die höchste aller Flüssigkeiten ausgenommen Queckssilber) und Wärmekapazität, die den Ausgleich der Temperatur auf der Erde ermöglicht. Noch eine Besonderheit: Wasser ist der beste Solvent in der Welt. Es löst Feststoffe, Gase und Flüssigkeiten. Diese Fähigkeit so viele Substanzen zu lösen ist lebenswichtig, da Wasser überall in Lebewesen vorhanden ist.

Aquädukt

Bauwerk zum Transport von Wasser. Im engeren Sinne handelt es sich um wasserführende Brücken, im weiteren um Freispiegelleitungen, in denen sich das Wasser allein aufgrund der Schwerkraft entlang des Gefälles bewegt (Gegensatz: Druckleitungen).

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Aquädukt

Aquae soteriae

Aquae soteriae, auch heilige Quellen genannt, galten den Kelten und vermutlich schon früheren Kulturen als heilige Orte und Kultstätten. Als wichtige Trinkwasserlieferanten bildeten sie zudem Kernpunkte menschlicher Siedlungstätigkeit. Ihrem Wasser wird oftmals eine reinigende oder heilende Wirkung zugeschrieben. Die vorchristliche Verehrung von Quellorten wurde vielfach vom Christentum übernommen und fortgeführt, weshalb an Quellen häufig Kirchen, Kapellen, Marienstatuen oder Heiligenbilder zu finden sind, insbesondere dort, wo das Wasser als besonders "wundertätig" und heilig angesehen wird, wie etwa das des Wallfahrtsortes Lourds. Vgl. Wunderquelle

Auch zahlreiche Sagen und Legenden zeugen von der besonderen Bedeutung von Quellen in früheren Zeiten. Aus dieser Sicht besitzen entsprechende Quellen auch kulturhistorische Bedeutung.

 

https://mueef.rlp.de/fileadmin/mulewf/Publikationen/QuellenLeitfaden.pdf

Aquakultur

Fischzucht oder Aquakultur befasst sich mit der kontrollierten Aufzucht von aquatischen, also im Wasser lebenden Organismen, insbesondere Fischen, Muscheln, Krebsen und Algen. Allen in Aquakultur produzierten Organismen gemein ist die Zuordnung zu einem Besitzer. So unterscheidet sich die Aquakultur vom klassischen Fischfang in öffentlichen Gewässern. Die Aquakultur gewinnt besonders wegen der Überfischung zunehmend an Bedeutung.
Die weltweiten Hauptaktivitäten im Bereich der Aquakultur lassen sich in drei Bereiche untergliedern:


• Fisch-, Muschel-, Garnelenzucht und anderes (Mast) für die Nahrungsmittelindustrie, z. B. Austernzucht


• Setzlingszucht für die Fischzucht, zur Arterhaltung oder zum Besatz von Angelgewässern


• Mikro- und Makroalgenzucht für die chemische, pharmazeutische und lebensmitteltechnische Industrie sowie den Futtermittelmarkt

 


https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/f/fischzucht.html

 

Aquatisch

Als aquatil oder aquatisch (aus dem Lateinischen abgeleitet; etwa: im Wasser, zum Wasser gehörend) bezeichnet man in der Biologie Organismen, die ihren Lebensmittelpunkt im Wasser haben, beispielsweise Fische, manche Wirbellose und Amphibien, aber auch Pflanzen.

Aquatisch ist das Gegenteil von terrestrisch, also: an Land, zum Land gehörend.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Aquatil

 

Aquifer

Ein Aquifer (vgl. Grundwasserleiter), ehemals auch als Grundwasserhorizont oder Grundwasserträger bezeichnet, ist ein Gesteinskörper mit Hohlräumen, der zur Leitung von Grundwasser geeignet ist. Liegt der Grundwasserleiter tief, so weist die Wassertemperatur nur geringe jahreszeitliche Unterschiede auf. Niedrige Wassertemperaturen sind ein Anzeichen dafür, dass es sich um tief fließendes/gelagertes Grundwasser handelt. Wasseraustritte mit Temperaturen, die deutlich über der durchschnittlichen Jahrestemperatur eines Ortes liegen, sind ein Anzeichen dafür, dass das Wasser aus so großen Tiefen entstammt, dass es als Thermalwasser anzusehen ist.

Es werden drei Arten von Grundwasserleitern unterschieden:

  • Porengrundwasserleiter bestehen aus Locker- oder Festgestein, dessen Porenraum von Grundwasser durchflossen wird.
  • Kluftgrundwasserleiter bestehen aus Festgestein. Sie enthalten durchflusswirksame Klüfte und Gesteinsfugen.
  • Karst-Grundwasserleiter bestehen aus verkarsteten Karbonatgesteinen mit durchflusswirksamen Verkarstungen.

Ein Grundwasserleiter wird geologisch durch wasserundurchlässige Schichten (z. B. Tone) begrenzt, die dann Aquifugen genannt werden.

 

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/a/aquifer.html

Aquifergestein

Ein Aquifergestein ist ein Gestein in dem ein Aquifer, also Grundwasser, vorkommt.

Hierzu bedarf es einer ausreichenden Porosität. Diese kann aus intergranularen Räumen bestehen (Poren im engeren Sinne) oder aus Klüften (Klufprorosität). Erstere ist typische für Sandsteine, die zweite typisch für Kalkstein (Karbonate). Sind diese Klüfte untereinander verbunden (offenporig), so kann das Grundwasser im Aquifergestein fließen. Im juristischen Sinn ist es dann 'zusammenhängend’. Physikalisch begründet dies die Permeabilität des Gesteins.

 

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/a/aquifergestein.html

Aquiferkomplex

Ein Aquiferkomplex ist der Stratigraphie-übergreifende Zusammenschluss mehrerer Grundwasserleiter (Aquifere). Es kann zwischen Speicher-Komplexen und Barriere-Komplexen unterschieden werden.

 

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/a/aquiferkomplex.html

Aquifertemperatur

Da einerseits die Gebirgstemperatur mit der Tiefe zunimmt (Temperaturgradient), andererseits die Möglichkeit Wasser zu speichern abnimmt (maximal mögliche Aquifertiefe), existiert an jedem Punkt der Erde eine maximale Aquifertemperatur.

Untersuchungen haben gezeigt, dass nicht nur in vulkanisch geprägten Regionen hohe Aquifertemperaturen vorliegen können, wie es etwa an 'ring of fire' der Fall ist, sondern auch bei sehr tief gelegenen wasserführenden Sedimentbecken.

Aquifuge

Mit Grundwassernichtleiter, Aquifuge oder Aquiclude oder Aquitard werden in der Hydrogeologie die Schichten bezeichnet, die eine Grundwasser leitende Schicht (Aquifer) begrenzen und selbst kaum wasserdurchlässig (z. B. Ton) sind.

Dadurch bilden sich Grundwasserstockwerke oder Grundwasserhorizonte. Weitere in diesem Zusammenhang gebrauchte Begriffe sind Grundwasserhemmer und Grundwassergeringleiter.

Heutzutage wird eher von Grundwassergeringleitern bzw. Grundwasserstauern gesprochen, da selbst der zum Teil äußerst geringe Wassertransport in kaum leitenden Schichten für bestimmte Fragestellungen (Altlasten, Deponien, Endlager von chemischen und radioaktiven Stoffen) eine gewisse Relevanz aufweist.

 

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/a/aquifuge.html

Archäologie

Teildisziplin der Geschichtswissenschaft, die mit naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Methoden die kulturelle Entwicklung der Menschheit erforscht.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Arch%C3%A4ologie

Aride Zone

Zone, in der der Niederschlag so gering ist, daß für Feldanbau Bewässerung erforderlich ist.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0074DE.HTM

Artesische Quelle

Voraussetzung ist Grundwasser, das unter Druck steht, da es zwischen zwei wasser- undurchlässigen, nicht horizontal verlaufenden Schichten eingelagert und damit "gespannt" ist. Bei Auftreten von Klüften oder Spalten in der überlagernden undurchlässigen Schicht steigen diese gespannten Grundwässer in die Höhe und können fontänenartig als artesische Quellen zutage treten.

Seen und andere Stillgewässer, die aus artesischen Quellen gespeist sind, sind Formen der Druckwasserseen. Künstlich angebohrte artesische Grundwasserlagen bezeichnet man als Artesischer Brunnen. Geysire sind keine artesischen Quellen, da hier der Druck nicht durch stehendes Wasser, sondern durch die Volumenänderung beim Erhitzen des Grundwassers entsteht (hydrothermales Druckwasser).

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

https://deutsch-wiki.ru/wiki/Artesische_Quelle

Artesischer Brunnen

Eine besondere Form des Brunnens sind artesische Brunnen, bei denen der Brunnenschacht in einen gespannten Grundwasserleiter gelegt wird, so dass keine Einrichtungen zur Wasserförderung benötigt werden.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Brunnen#Ziehbrunnen

Artesischer Quellsee

Als Druckwassersee, Quellbeckensee oder artesischen Quellsee bezeichnet man Gewässer, die durch hochsteigendes, also unter erhöhtem Druck stehenden Grundwasser entstehen. Dies aufgestiegene Wasser füllt dann Senken oder tiefer gelegene Geländeteile mit Wasser. Der Zufluss der Seen ist also nicht sichtbar, bei hohen zugeführten Wassermengen können sie aber einen Abfluss haben.

Von Druckwasserseen sind Grundwasserseen zu unterscheiden, in denen sich das Wasser nur durch die Eintiefung der Oberfläche sammelt, also der Grundwasserspiegel angeschnitten ist und offenliegt (etwa Baggerseen), oder Tümpel, die entstehen, weil bei starken Regenfällen Teile der Wassermengen nicht mehr im Boden versickern können und sich in Senken sammeln (Wasseransammlung durch Bodensättigung, nicht Wasserdruck).

Einen gewissen Anteil Druckwasserspeisung haben die meisten Seen in Berggebieten, bei Übergangsformen kann der Charakter nur durch genauere Messung von Zu- und Abfluss bestimmt werden (was durch die meist unbekannte Verweildauer des Wassers im Stillgewässer aufwändig ist), oder kann durch Markierungsversuche zumindest prinzipiell nachgewiesen werden. Stillgewässer stellen natürlich auch allgemein fast immer den – oder zumindest einen – Grundwasserhorizont dar, was in der Unterscheidung der Druck- und Grundwasserseen als Sonderform unberücksichtigt bleibt.

Eine Sonderform des Druckwassersees ist der intermittierende See, bei dem das Wasser durch die gleichen Klüfte am Seegrund diesen entsprechend des Grundwasserstands befüllen und wieder entleeren kann. Einer der größten dieser Seen ist der Cerknica See in Slovenien.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Druckwassersee

Au (Norddeutsch)

Norddeutsche Bezeichnung eines Fliessgewässers in der Größenordnung von Bächen und Flüssen (Süddeutsch: Ache).

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Fließgewässer#Einteilung_nach_Größe_und_weiteren_Kriterien

Aue

Vom wechselnden Hoch- und Niedrigwasser geprägte Niederung an Bächen und Flüssen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Flussaue

Auenwald

Die Auenwälder als bach- und flussbegleitende Gehölzstrukturen werden durch die fließenden Wasserbewegungen im Boden beeinflusst. Aufgrund der laufenden Nährstoffzufuhr handelt es sich um anspruchsvolle Waldgesellschaften mit sehr artenreicher Strauch- und Krautflora. Die Bodenentwicklung der Auenböden wird durch Sedimentation bzw. Erosion immer wieder unterbrochen (Hochwasser aufgrund Schneeschmelze und starker Niederschläge, insbesondere im Frühjahr). In der Vegetationszeit sind Hochfluten seltener und nur kurzfristig. Trotzdem sind deren Auswirkungen auf die Vegetation drastisch.

 

https://gastein-im-bild.info/gob13.html

 

Aufschluss

Ein Aufschluss (auch Anriss oder Ausbiss) ist eine Stelle an der Erdoberfläche, an der die Schichtung von Gestein unverhüllt zu Tage tritt. Die kann beispielsweise durch Wasserläufe, die sich tief eingraben oder durch Geländeabbrüche verursacht sein. Unter feuchten Klimabedingungen und bei flacher Geländeneigung sind die Gesteinsschichten durch Boden und Pflanzenbewuchs verdeckt und daher nicht aufgeschlossen.

Lassen sich in einem Aufschluss neben der Gesteinsart auch grobe Strukturen wie Klüftung, Schichtung oder Schieferung erkennen, spricht man von relativ gutem Aufschluss, sind auch Details wie Sedimentstrukturen erkennbar, von idealen Aufschlussverhältnissen. Aufschlüsse sind auch Orte zur Aufnahme von Gesteinsproben für wissenschaftliche oder technische Zwecke.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Aufschluss_(Geologie)

 

Aufsteigende Quelle

Liegt die Grundwasseraustrittsstelle höher als der Grundwasserleiter, muss das Grundwasser sich, bevor es austritt, entgegen dem Gefälle aufwärtsbewegen.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Auftrieb

Nach oben gerichtete Kraft, die auf einen teilweise oder vollständig in Wasser (oder einer anderen Flüssigkeit) eingetauchten Körper einwirkt.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0155DE.HTM

Auswaschung

Als Auswaschung bezeichnet man in der Bodenkunde einen bodenbildenden Prozess, bei dem Stoffe im Boden in Lösung gehen und diese Lösung durch versickerndes Wasser abgeführt wird.

 

https://www.biancahoegel.de/garten/boden/auswaschung.html

 

Auwald

In einer Flussaue gelegener Wald, der stark von Überschwemmungen und einem hohen Grundwasserpegel geprägt ist.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Auwald

Bach

Kleines Fliessgewässer, etwa einen bis drei Meter breit, größer als ein Rinnsal und kleiner als ein Fluss.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Bach

Bachtuff

Das Quellwasser in Kalkgebirgen weist hohe Konzentrationen von gelöstem Kalk auf. Der Entzug von Kohlendioxid durch Photosynthese von Algen und Wasserpflanzen führt zu einem Ausfällen eines erheblichen Teils des gelösten Kalkes (Calciumhydrogencarbonat) als Kalk (Calciumcarbonat), der sich an den Pflanzen ablagert (Quelltuff). Dadurch können treppenartige Kaskaden von hintereinandergeschalteten Wasserbecken entstehen.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Baggersee

Grundwasserseen, welche durch Ausbaggern von Erdreich entstehen, werden als Baggersee oder Baggerweiher bezeichnet. Viele Grundwasserseen sind durch Sandabbau oder Kiesabbau im Bereich von Flussniederungen mit oberflächennahem Grundwasser entstanden. In einzelnen Fällen wurden durch den Kiesabbau tiefer liegende unterirdische Grundwasserströme (z. B. der Grundwasserstrom in der Tiefen-Aitrach-Rinne) freigelegt. Dort konnte sich das Naturschutzgebiet Kiesgrube Aitrach entwickeln.

Aber auch in Tagebaugebieten kommt es oft nach Beendigung von grundwasserabsenkenden Maßnahmen, die das Abbaugebiet trocken halten, zur Entstehung von Grundwasserseen. Oft sind die künstlichen Grundwasserabsenkungen im Tagebau gewaltig, sie erreichen bis zu 500 Meter Tiefe, dass die Flutung von Tagebauen zu Tagebaurestseen sehr lange dauert. Sie wird daher oft ergänzt von Flutungen aus Oberflächengewässern.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Grundwassersee

 

Bank

Ablagerungen von Sedimenten, z.B. Sand oder Kies, auf der Flußsohle oder in der Flußmündung, die die Strömung oder Schiffahrt behindern (Sandbank, Schotterbank).

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0109DE.HTM

Barrierekomplex

Ein Barrierekomplex besteht aus ein oder mehreren Formationen oder Gesteinseinheiten mit Barrieregesteinen, die eine vertikal und lateral abgrenzbare Einheit innerhalb eines Sedimentbeckens bilden. In der Hydrogeologie sind Barrierekomplexe häufig verantwortlich für das Aufsteigen und Austreten von Grundwasser.

 

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/b/barrierekomplex.html

 

Base

Als Basen werden in der Chemie mit enger Definition Verbindungen bezeichnet die in wässriger Lösung in der Lage sind, Hydroxidionen zu bilden und somit den pH-Wert einer Lösung zu erhöhen. Eine Base ist somit das Gegenstück zu einer Säure und vermag diese zu neutralisieren.

 

https://www.klinik-st-georg.de/lexikon/base/

 

Belebte Bodenzone

Die Belebte Bodenzone ist der Bodenbereich, in welchem sich der Hauptteil des tierischen und pflanzlichen Lebens abspielt. In Deutschland bis etwa 2 m Tiefe, einzelne Bäume und Sträucher wurzeln auch tiefer.

Benthos

Gesamtheit aller in der Bodenzone eines Gewässers vorkommenden Lebewesen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Benthos

Betriebswasser

Bei Betriebswasser, auch Brauch- oder Nutzwasser, handelt es sich um Wasser, welches der spezifischen Anwendung in Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft dient. Es ist hygienisch unbedenklich, besitzt aber keine Trinkwasserqualität.

Bifurkation

Unter einer Bifurkation (Gabelung) versteht man die natürliche Teilung eines Flußlaufes, bei welcher der eine der so entstehenden Arme sich nicht wieder mit dem anderen vereinigt, sondern selbstständig weiterzieht und sich mit einem fremden Fluss verbindet. Sie tritt in Ebenen auf, wo die Wasserscheide sehr flach und kaum wahrnehmbar ist und stellt eine seltene geographische Besonderheit dar.

 

Beispiel einer Bifurkation ist die Gegend um den intermittierenden See Ledine wenige Kilometer westlich der Savequelle in Nordslowenien.

 

http://www.bifurkation.de/bifurkation.html

 

Binnengewässer

Als Binnengewässer werden solche Gewässer bezeichnet, welche im Binnenland liegen und keine Küstengewässer, Meere oder Teile von Meeren sind.

Bio-Mineralwasser

Von der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V. herausgegebenes privates Gütesiegel zur Kennzeichnung von Mineralwässern, die besonders hohe Qualitätsanforderungen erfüllen.

 

https://www.bio-mineralwasser.de/qualitaetsgemeinschaft

Biologischer Test (Hydrologie)

Methode zur Prüfung toxischer Wirkungen des Wassers mit Hilfe lebender Organismen.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0133DE.HTM

Bitterquelle

veraltete Bezeichnung für magnesiumsulfathaltige Quellen, heute zumeist unter Heilquellen geführt

Bitterquelle

Veraltete Bezeichnung für Magnesiumsulfat haltige Quellen, heute allgemein als Heilquelle bekannt.

Bitterwasser

Bitterwasser enthalten unter anderem Bittersalz, Glaubersalz und schwefelsaure Kalkerde. Als Bittersalz versteht man ein Magnesiumsulfat, welches aus Magnesium und Schwefelsäure besteht. In der Natur kommt es als Kieserit in Mineralquellen vor. Es ist farb- und geruchlos, hat aber einen charakteristisch bitteren Geschmack. In der Humanmedizin wird es als Abführmittel eingesetzt.

Blindsee

 

Ein Blindsee ist ein See, der über keinen oberirdischen, natürlichen Abfluss verfügt, sondern dessen Zuflüsse unterirdisch abfließen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Blindsee_(Gew%C3%A4sser)

 

Bodden

Buchtartige Küstengewässer der südlichen Ostsee nacheiszeitlichen Ursprungs (überflutete Grundmoränenlandschaft). Spätere Lagunenbildung infolge Abschnürung vom Meer durch abgelagerte Sedimente (Küstenausgleich).

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Bodden

Bodenfeuchte

Ein Boden ist wassergesättigt, wenn der gesamte Porenraum des Bodens von Wasser ausgefüllt ist. Ein Teil dieses Wassers wird als Sickerwasser in tiefere Zonen verlagert, während ein anderer Anteil des Bodenwassers gegen die Schwerkraft gehalten wird: das sogenannte Haftwasser - es bildet die eigentliche Bodenfeuchte.

 

https://www.enzyklo.de/Begriff/Bodenfeuchte

 

Brack (Brake, Bracke, vorm. Braacke)

Als Brack wird eine tiefe Auskolkung bezeichnet, die durch einen Deichbruch infolge einer Sturmflut entstanden ist.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Brack

 

 

Brackwasser

Begriff, der sich aus durch Grund- und Regenwasser ausgesüßtes Wasser eines Bracks herleitet. Er wird allgemein für ein Gemisch aus Salz- und Süßwasser benutzt, z.B. im Tidebereich von Flüssen. Als Lehnwort aus dem Niederdeutschen ist er in verschiedene Sprachen eingegangen (englich: brackish water).

Brauchwasser

Bei Betriebswasser, auch Brauch- oder Nutzwasser, handelt es sich um Wasser, welches der spezifischen Anwendung in Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft dient. Es sollte hygienisch unbedenklich sein, besitzt aber keine Trinkwasserqualität. In jedem Fall muss es den technologischen Anforderungen des jeweiligen Prozesses genügen. Beispielsweise muss Kühlwasser so beschaffen sein, dass die Kühlaggregate sich nicht mit Algen oder Kalk zusetzen. Teilweise muss das Wasser sehr weit aufgereinigt werden (z. B. vollentsalztes Wasser für den Betrieb von Dampfturbinen). 

In einem Wohngebäude wird das Warmwasser häufig als Brauchwasser, Kaltwasser als Trinkwasser bezeichnet. Zwar müssen beide den Vorgaben der Trinkwasserverordnung entsprechen. Das bei erhöhter Temperatur zirkulierende Warmwasser in Gebäuden reichert sich aber deutlich mehr mit Schwermetallen und sonstigen Schadstoffen aus den Sanitärinstallationen sowie mit Mikroorganismen an.

 

https://www.chemie-schule.de/KnowHow/Nutzwasser

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/b/brauchwasser.html