Bacinska Jezera

 

 

    Bacina-Seen Koordinaten

 

 

Die Bacina-Seen (kroatisch Bacinska Jezera) befinden sich in einem Karstgebiet im Süden Kroatiens. Mehrere Seen bei der Ortschaft Bacina nördlich der Deltamündung der Neretva bilden hier eine herrliche Wasserlandschaft, deren Oberfläche 138 Hektar beträgt und nur knapp über dem Meeresspiegel liegt. Sechs der sieben Seen sind miteinander verbunden. Die Seen tragen die Bezeichnungen Ocusa, Crnisevo, Podgora, Sladinac, Vrbnik, Sipak und Plitko Jezero. Der flächenmäßig größte See ist die Ocusa. Die Seen weisen eine Tiefe zwischen fünf und 34 Meter auf. Am tiefsten ist mit 34 Metern der See Crnisevo, dessen Boden um mehr als 20 Meter unterhalb des Meeresspiegels liegt, wofür das Wort "Kryptodepression" verwendet wird.

Gespeist werden die Seen aus Quellen und dem Wasser Vrgorsko Polje mit den Quellen des Flusses Matica, das bei Hochwasser über einen Kanal hierher abgeleitet wird. Es gibt drei kleine Inseln auf den Seen und an ihren Ufern eine Vielzahl geschützter, zum Teil auch endemischer Arten.

Bei ausländischen Touristen sind die überaus idyllischen Seen kaum bekannt, obwohl sie direkt unterhalb der "Magistrale" liegen, einer der wohl schönsten Küstenstraßen Kroatiens. Wer sich angesichts des Trubels in den großen Touristenzentren und an den nahe gelegenen Adria-Stränden nach Ruhe sehnt, ist hier genau richtig. Angler schätzen das kleine Naturparadies ebenso wie Stehpaddler, die in ruhigen, gleichmäßigen Bewegungen über die Oberfläche der Seen gleiten, in der die Konturen der Vegetation, der umgebenden Karsthügel und des Himmels miteinander verschmelzen. Angeboten werden auch mehrstündige Fahrten auf Ladjas, kleinen, überdachten Flachbooten, mit denen man die Seen und ihre herrlichen, versteckten Schilfgürtel vom Wasser aus kennenlernen kann.

Außerhalb der Saison findet man auch einen sehr schönen Stellplatz mit Bademöglichkeit für sein Wohnmobil (43.080925, 17.432486) - direkt am See. Von hier aus führt eine zauberhaft schöne Rundtour um die Seen, die entweder zu Fuß oder mit dem Rad gemacht werden kann. Er führt auch vorbei an einem herrlichen Tümpel, den man keinesfalls übersehen sollte. Da die Wege recht verwinkelt sind und die Orientierung nicht ganz einfach, ist es ratsam, ein Smartphone mit Standortbestimmung bei sich zu haben.