Die Steinerne Rinne Wolfsbronn auf dem Jura-Höhenzug des Hahnenkann ist besonders gut zugänglich und über Holztreppen und Bohlenweg auf ihre gesamte Länge von 130 Metern erschlossen. Obwohl sie dadurch im Verhältnis zu manch anderem Kalktuffdamm hohe Besucherzahlen hat, wird der Sinteraufbau durch diese Schutzmaßnahme wenig geschädigt. Allerdings befindet sich die Rinne nicht mehr in ihrem natürlichen Zustand, sondern sie ist an den Seiten stellenweise stabilisiert und durch das Queren eines Forstwegs unterbrochen. Mit einer Breite von 160 Zentimetern an seiner Basis und 90 Zentimetern an der Oberkante bei einer Höhe von stellenweise mehr als eineinhalb Metern gehört die Wolfsbronner Rinne zu den größten der über 30 Steinernen Rinnen in Deutschland. Und jedes Jahrwächst noch ein bisschen mehr dazu. Besonders schön muss der Besuch des Naturdenkmals im April sein, wenn der Boden von Bärlauch bedeckt ist, der solche wassergesättigten und nährstoffreichen Böden schätzt. Geht man am oberen Ende der Rinne noch ein Stück weiter, so gelangt man zu der auf etwa 550 Metern Höhe gelegenen Quelle des Baches. Auch wenn die Wolfsbronner Steinerne Rinne ein paar Schönheitsfehler hat, ist ihr Besuch doch ein beeindruckendes Wassererlebnis. Unten wieder angekommen kann man noch einen Blick in den bemoosten Erlen-Quellsumpf direkt neben dem geräumigen Parkplatz an der Wug34 werfen.